Unsere Welt ist am Arsch!

Unsere Welt ist am Arsch! Nicht weil es nicht genügend leute gibt, die dagegen etwas
unternehmen wollen / können. Sondern weil die jenigen, welche die chance hatten
etwas zu verändern es schlichtweg verbockt haben.


Fangen wir mit dem wohl wichtigsten an. Wikileaks. Die beiden Gründungsväter
sind nun dabei sich gegenseitig mit juristischem Dreck zu bewerfen, das Projekt,
die Idee und Aktion tritt dabei mehr und mehr in den Hintergrund. Stattdessen
führen sich die Gründungs”eliten” auf wie Kinder im Sandkasten denen eine
Schaufel gestohlen wurde.
Das Assange und Domscheid – Berg dies alles auf dem Rücken des armen Mannings
austragen ihn damit zur Schau stellen, ja entnlößen, ist keinen von den beiden
eitlen Knaben bewusst. Wen haben sie denn ihren Boom zu verdanken, wer war denn so
frei und ehrlich und couragiert Wikileaks die Daten zur Verfügung zu stellen?
Der sitzt im Knast und ihr führt euch auf wie die Idioten, hört auf damit!


Alle revolutionären Ansätze sind verflucht, werden aufgefressen von eitler
Selbstinszenierung und von egomanischen trips. Ist denn keiner mehr in der
Lage etwas soziales zu tun, einen revolutionären Wink zu wagen ohne sich
selbst in Szene setzen zu müssen? Wo sind die Meinhoffs, welche die Karriere
tauschen gegen das Leben im Untergrund um endlich mal was zu bewirken?
Wo sind die Leute die nicht indoktriniert sind mit dem Prinzip der Selbstdarstellung
und dennoch gewillt sind der Allgemeinheit einen revolutionären Dienst zu erweisen?
Ich möchte und kann nicht nach einer neuen RAF schreien, denn selbst wenn es
diese gäbe wäre unter den Repräsalien des “Krieg gegen den Terror” nur wenig
zu holen. Sie würden gefunden, durch Rasterfahndung (eingeführt wegen der Bedrohung
durch die RAF aber nie wieder ausgeführt), Vorratsdatenspeicherung und Co. Würden
in Bild und Spiegel vorgeführt als menschenfressende inhumane, assozialen,
linksextremistisch, radikale Totalversager.
Und der deutsche Michel würde wieder übergehen in seinen Dornrößchen Schlaf.


Entweder es kracht oder niemand darf sich beschweren! Eine neo RAF als
Splittergruppe im Untergrund währe genau das, was sich die Eliten wünschen.
Damit sie jemanden haben, auf die man mit dem Finger zeigen kann. Vielmehr
brauchen wir Courage, nicht nur gegen neofaschistoide Instanzen, sondern viel
mehr gegen das Gebahren von Politik und Wirtschaft.


Wir leben in einer Welt, welche bangt aufgrund ihrer Staatsschulden, Irland und
Spanien schnallen den Gürtel bei der Bevölkerung so eng, dass niemand mehr
athmen kann geschweige denn konsumieren kann. Dies kann man durchaus ironisch
als Sieg auslegen. Aber wir leben in einer Welt in der Ursache und Wirkung
soweit von einander getrennt wird wie es nur geht. Die ursache für das darben
der Iren und Spanier ist nicht etwa das über alle Maße leben der selbigen,
ebenso ist das Darben der Griechen nicht mit ihrem immensen Überkonsum zu erklären.
Nein die Ursache ist vorallem der Bailout der hiesigen Banken. Verzocken um
vom Staat gerettet zu werden. Oft gehört aber ich wiederhole es dennoch:
“Gewinne privatisieren Verluste solidarisieren”.
Wir leben in einer pleite DDR, den Bürgern wird die Lust verwehrt damit die
Bank weiter zocken kann. Nicht der deutsche Michel hat über seine Verhältnisse
gelebt sondern die Banken!
Also brauchen wir Courage in allen Ländern um diese Bankokratie zu elliminieren.
Couragierte Bürger und vll. auch eine NeoRAF denn die könnte den Grundstein legen.
Nur muss dem Krachen der explodierenden Häuser ein Aufschrei aller Betroffenen
folgen sonst handeln wir uns nur noch mehr Repression in Form von Gesetzen ein, als wir
so schon haben!


Wenn es knallt macht mit!


Macht kaputt, was euch kaputt macht!

Kopfgeburt

Ein knirschender Schmerz bohrte sich durch seinen Schädel.
Dann barst er in zwei und etwas stieg aus ihm heraus.
Ein glücklicher Schrei durchbrach die Wolkenstille,
und die junge Göttin ward geboren.
Kaum waren ihr Zähne gewachsen,
da schlug sie ihr Gebiss auch schon tief in ein Vaterbein
und saugte zufrieden Götterblut.

spinnenträume

Ob ich in diesem Moment wach bin oder schlafe, macht keinen Unterschied. Ich habe aufgehört, auf die Uhr zu sehen, aufgehört, einen Rhythmus zu suchen, kein Rhythmus ist in mir, die Welt hat ihren eigenen Rhythmus, den sie nicht mit mir teilen will. Was draußen ist, ist fern, draußen ist es dunkel, oder hell, ich kann so oder so nichts erkennen, die Fenster lügen. Ob sie weint oder schnarcht, ob sie mich spüren kann oder nichts spürt, ob sie weiß, dass ich hier bin, oder mich längst vergessen hat, mich liebt, oder nicht. Ich möchte mich betäuben, uns beide, damit wir uns nicht mehr ertragen müssen, oder die Welt nicht mehr ertragen müssen, schlafen, träumen, sterben, alles ist eins. Lass den Dorn, pflücke die Rose. Ich habe die Schönheit verlernt. Und die Dornen, die sich mir ins Fleisch graben, spüre ich schon lange nicht mehr, mein Körper, meine Seele, vernarbt, verhornt, taub, und meine Lippen, meine Augen, zugenäht oder verklebt. Ich gehe ins Badezimmer, und sehe wie eine Spinne dabei ist, eine andere Spinne auszusaugen, den Leichnam an einem Faden ein Stück herunterlässt, den Rest muss sie sich aufheben, für später, der Winter ist hart und wird noch lange andauern, da muss man ans eigene Überleben denken. Wir würden uns  auch gegenseitig auffressen, wenn wir es müssten. Und nun stehe ich da, bin versteinert, will neben ihr liegen, kann nicht die Tür öffnen, denn der süße Duft, der aus dem Zimmer dort strömt, ist nur eine verlockende Falle, ein Netz, in das ich mich verfangen werde, mich hingebe, mich verliere, in dem ich mich wiederfinden werde als Vorrat für das nächste Mahl, das Liebe verspricht, und Tod bringt.

Beuys

Ich sitze in der U-Bahn. Mir gegenüber sitzt ein Engel namens Beuys. Ich fühle mich durch seine Gegenwart ein wenig verunsichert, doch er lächelt mir verständnisvoll und friedlich zu. Dann verändern sich seine Züge schlagartig. Zornig nimmt er das auf dem Platz neben ihm liegende Megafon in die Hand, steht auf und schreit durch die Bahn „Wer nicht denkt, fliegt raus!“. Dann setzt er sich zurück auf seinen Platz und auf sein Antlitz legt sich wieder der zufriedene Ausdruck eines Wesens, das die Welt begreift und mit dem Universum in Einklang ist.

“We are under attack” …

Stuttgart Hauptbahnhof. Diesmal werde ich nicht von Trillerpfeifen und
und Trommeln empfangen. Auch die neue RAF, welche die Bundesregierung
als neue Gefahr ausmacht, will mich nicht begrüßen – vermutlich sitzt die
5. (oder ist es die 6.) Generation der vermeindlichen RAF im Unterricht
und paukt Mathe fürs Abi. Dennoch will ich die Gefahr, die von Schülern
sowie Pensionären ausgeht nicht verharmlosen.
Ich denke, die Reizgas-Attacken sind das Mindeste, was man diesem Pack
an Ruheständlern und Neoraf’s im Abistress in die Fresse geben muss!

Empfangen werde ich von netten Herren in Dunkelblau. Ausschauhaltend und
allseits bereit, für “The War on German Terror”.
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Ich habe einen Schlüssel gefunden.
Ich hoffe, er passt in das Schloss, das ich am Herzen trage.
Ich werde ihn bald einmal versuchen.
21:04

Er passt nicht. Ich gebe ihn weiter. Ich gebe ihn dir.
25.06.08  21:07

Er passt nicht. Gib ihn weiter. Gib ihn der Frau, die du liebst.
25.06.07  21:09

Vater

Mein Vater ging fort
sagte, er komme bald zurück
dort, wo er starb,
teilten sich die Erde
und mein Herz

und ein Kompass bleibt,
der nie nach Norden zeigt.

mein Vater ging fort
sagte, er besuche mich bald
dort, wo er nun lebt, gibt es keinen Norden

alle Träume brannte er nieder
und den Rest schloss er in ein Kästchen,
den Schlüssel trägt die Mutter am Herzen

und immer noch warte ich.

Eulenträumend
im Wartesaal Nacht
triebhaft schäumend
ist sie erwacht
schwarzweiß getränkt
einen Morgen verschenkt.

Von einer die Auszog auf dass die Wirtschaft wachse und Arbeitsplätze geschaffen werden, oder das Märchen vom Wirtschaftswachstum, welches vorgibt Arbeitsplätze zu schaffen. Teil 2.

Eine Berufsgruppe hat die Automatisierung in den letzten Jahren allerdings besonders hart getroffen …

Das allumfassende Gesicht der Gierschlunde und staatenverzockenden Bänker

Im Durchschnitt stellt man sich den fiesen, gemeinen und gierigen Bänker wohl irgendwie so, wie den Prügelknaben der Deutschen Bank, Herrn Ackermann vor. Doch die Preisfrage ist doch: Wieso fallen die Boni so üppig aus? Wieso kann ein winziges Rating soviel Dummes anrichten in nur wenigen Minuten? Auch hier – wenn es auch nicht der einzige Grund dafür ist – Automatisierung. Nahezu 70% der Transaktionen, vor allem auf den globalen Geldmärkten, werden von Computersystemen vorgenommen.

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ich will eine Frau mit wüstem Haar und wirrem Blick
die meine Gebete verschlingt

wo andere zittern
und sagen
ich solle mehr aus der Wirklichkeit, denn aus meinen Gedanken schöpfen

doch wie soll ich nehmen, wo ich nichts sehe
und in mir ist doch so viel

die Frau würde ja lachen über sie

und immerzu mit mir tanzen um meine

Gedankengebäude